Mehrheit der Frauen wollen beruflich aufsteigen ...

Frauen wollen Karriere machen

... aber drei Umstände hindern sie

Online Umfrage unter 149 berufstätigen Frauen in Österreich von gdi-consulting, Beratungsgruppe für Gender, Diversity und Inclusion - deutlich mehr als jede zweite Frau ist karriereorientiert - firmeninterne Schranken verhindern bei mehr als der Hälfte einen Aufstieg

57,7% aller Frauen in Österreich streben eine höhere berufliche Position an - entweder bei ihrem aktuellen Arbeitgeber oder bei einem anderen. Dies ergab eine online Umfrage von gdi-consulting durchgeführt zwischen 7. Jänner und 3. Februar 2013 unter 149 Frauen, die in Österreich in der Wirtschaft und im wirtschaftsnahen Umfeld tätig sind. Etwas mehr als ein Drittel der berufstätigen Frauen, genau 37,6%, sind laut gdi-consulting im Moment nicht an einer höheren Position interessiert.

"Wunsch und Wirklichkeit klaffen hier aber auseinander", so die Studienautorinnen von gdi-consulting Gerhild Deutinger, Susanne Schwanzer und Gabriele Strodl-Sollak. "Es gibt nach wie vor große Hinderungsgründe, die einen Aufstieg von Frauen in hohe und höchste Positionen und Ämter boykottieren."

Drei "Aufstiegsverhinderer": Arbeitgeber - Familie - Selbstvertrauen

Vorwiegend verhindern firmeninterne Strukturen und Schranken, dass Frauen aufsteigen. 56,8% aller Frauen, die karrierebereit sind, scheitern am eigenen Arbeitgeber. Entweder mangelt es an adäquaten Positionen im gleichen Unternehmen oder die Art der Einstufung, beispielsweise als Expertin lässt einen Aufstieg nicht zu. Auch Vorgesetzte behindern den nächsten Schritt auf der Karriereleiter: 13,6% der berufstätigen Frauen haben dies schon erlebt; 8% der befragten Frauen wurden schon einmal bei einer Stellenbesetzung übergangen.

Jede fünfte Frau (21,6%) gibt familiäre Gründe an, die sie bisher gehindert haben, eine höhere berufliche Position einzunehmen. Familiäre Gründe können die Versorgung von Kindern, zu pflegenden Angehörigen aber auch der Studienabschlusssein, der temporär Vorrang hat. Neben diesen beiden Aufstiegsblockern liegt es bei jeder fünften Frau am eigenen mangelnden Selbstvertrauen. 21,6% der befragten Frauen haben es sich selbst noch nicht zugetraut, aufzusteigen oder warten auf den richtigen Zeitpunkt.

Über die Studienautorinnen und das Studiendesign

gdi-consulting ist ein Zusammenschluss von Expertinnen für Gender, Diversity und Inclusion. Gegründet 2012 von Gerhild Deutinger, Susanne Schwanzer und Gabriele Strodl-Sollak, um Unternehmen zu begleiten und zu beraten, die in der größeren Vielfalt von Teams und Management einen entscheidenden Faktor sehen, den Unternehmenserfolg zu sichern und zu steigern.

Die online Befragung führte gdi-consulting zwischen 7. Jänner und 3. Februar 2013 durch. 149 Frauen nahmen daran teil, wovon jede Zehnte aus Kleinstunternehmen mit bis zu zehn MitarbeiterInnen kommt und jede Fünfte aus einem KMU zwischen elf und hundert MitarbeiterInnen; ein Drittel der Befragten arbeitet bei Unternehmen von 101 bis eintausend MitarbeiterInnen und ein weiteres Drittel bei Firmen mit über eintausend MitarbeiterInnen.

26,2 % der befragten Frauen haben (noch) keine Leitungsfunktion, 56,4% gehören dem mittleren Management an, 11,4% sind aus dem Top-Management und 5,4% selbständig Tätige.

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