Wie selbstbewusst wir im Job sind, hängt auch davon ab, wie wir uns unseren Erfolg oder Misserfolg erklären. Überlass deinen Erfolg nicht der Glücksfee, sondern freue dich an deinem Anteil daran.

Wie werde ich im Job selbstbewusster?

Eine unterschätzte Stellschraube damit unser berufliches Selbstbewusstsein wächst, sind unsere Erklärungsmuster über unseren Erfolg oder Misserfolg. Sei selbst deine Glücksfee.

Was ist die Basis für ein berufliches Selbstbewusstsein?

Der Schlüssel ist dein Selbstvertrauen. Deine Gewissheit: „Ich werde das schaffen!“ Dazu brauchst du noch gar nicht so genau wissen, wie. Es genügt diese tiefsitzende Überzeugung, dass es funktionieren wird.

„Ich werde das schaffen!“


Eine effektive Stellschraube für berufliches Selbstbewusstsein: Unsere unbewussten Erklärungsmuster für unseren Erfolg oder Misserfolg.

Wie erklären wir uns also unseren Erfolg oder Misserfolg? Manche unter uns gehen mit sich selbst viel zu hart ins Gericht. Mit dem liebevollen Blick auf dich selbst kommst du viel weiter. Deshalb zeige ich dir das Attributierungsmodell. Es beantwortet die Frage, wie wir uns die Ursachen von Erfolg oder Misserfolg erklären und gibt dir eine gute Orientierung über deine bevorzugte Erklärung, weshalb etwas gelungen oder misslungen ist. So findest du einen Weg, dich über deine Leistungen und dich selbst als Person zu freuen, sowie Lernfelder zu benennen.

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Wie Florence selbstbewusster wurde, weil sie sich für das Modell Sonnenschein entschieden hat.


Florence hat sich für eine neue Stelle als Controllerin beworben und sie bekommen. Sie jubelt darüber und überlegt sich nun, wie es dazu gekommen ist.

Florence Sonnenschein erklärt sich das so: „Ich bin einfach so begabt, intelligent, kompetent und darüber hinaus vital und schön. Ist ja klar, dass ich diese Stelle bekommen habe!“ In der Matrix von internal-external und stabil-variabel ist diese Erklärung aus dem linken-oberen Quadranten dargestellt: stabil-internal. Diese Erklärung spricht im Falle des Erfolgs von einem enormen Selbstvertrauen: „Ich bin einfach gut! Tatsache. Punkt.“ Auf der linken Achse stabil bedeutet das, es ist unveränderbar: „Ich bin immer so.“ Die horizontale Achse internal sagt aus: „Es liegt einzig und allein an mir.“ Es gibt keine äußeren Gründe für diesen Erfolg.

Florence Wunderbar erklärt sich ihren Erfolg etwas anders: „Der schriftliche Test war einfach, es war klar, dass ich dafür 100 Prozentpunkte bekomme. Ich habe die Stelle bekommen, weil der Test so einfach war.“ In der Matrix rechts oben treffen stabil und external aufeinander. Stabil: „Der Test war nun einmal einfach,“ das ist etwas Bleibendes. External bedeutet, die Ursache liegt außerhalb meines Einflussbereiches und wird in diesem Fall damit erklärt, dass die Aufgabe einfach war. Mit diesem Erklärungsansatz habe ich wenig Handlungsmacht, weil der äußere Einfluss meinen Erfolg definiert und unveränderbar ist.

Florence Krempel-die-Ärmel-hoch erklärt sich ihren Erfolg so: „Ich habe mich für diesen Bewerbungsprozess bestmöglich vorbereitet, für den Test gelernt und mich mit einem Coaching auf das Bewerbungsgespräch vorbereitet. Deshalb war ich gut und habe die Stelle bekommen.“ In diesem Beispiel finden die beiden Faktoren variabel und internal eine Überschneidung. Das bedeutet, dass die persönliche Anstrengung, der Einsatz und das Engagement die Ursache für den Erfolg sind. Internal bedeutet: „Es liegt an mir.“ Variabel bedeutet: „Ich habe es in der Hand und die Gestaltungsmacht.“

Florence Glückskind erklärt sich ihren Erfolg wieder anders: „Ich hatte einfach Glück, es hat sich ja sonst kaum jemand beworben und die Recruiterin war mir wohlgesonnen!“ Wenn external und variabel zusammentreffen, um einen Erfolg zu erklären, dann halte ich mich für vollkommen vom Außen abhängig und meine Gestaltungsmacht spielt keine Rolle.

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Hast du deine persönliche Vorliebe schon erkannt? Wenn du alles was dir gelingt dem Glück zuschreibst, dann tust du dir unrecht. Wenn du deinen Erfolg vielmehr internal erklärst, dann wächst dein Selbstvertrauen, weil du dich als Verursachende von Handlungsergebnissen siehst. Du hast es in der Hand dein Ziel zu erreichen. Tipp: Achte darauf, wie du dir deinen Erfolg erklärst und rede ihn nicht klein, indem du ihn zu häufig „der Glücksfee“ zuschreibst!

Erklären wir uns unseren Erfolg bevorzugt internal-stabil, wächst unser Selbstbewusstsein: Ich bin einfach gut! Tatsache. Punkt.

Dasselbe Erklärungs-Prinzip lässt sich auch auf die Erklärung unserer Misserfolge und unseres Scheiterns anwenden. Gesetzt der Fall, Florence bekäme die Stelle nicht, könnten ihre Ursachenforschung und ihre Erklärung wie folgt aussehen:

Internal-stabil: „Ich bin einfach dumm, unbegabt und werde nie einen guten Job bekommen.“
External-stabil: „Der Test war so schwer, der ist für niemanden zu schaffen, auch für mich nicht.“
Internal-variabel: „Hätte ich mich für den Test und das Gespräch besser vorbereitet, hätte ich die Stelle bekommen.“
External-variabel: „Ich habe einfach Pech gehabt. Die Sonne schien auf den Bildschirm und ich wurde geblendet. Die Recruiterin hatte von Anfang etwas gegen mich und meine Bewerbung.“

„Die Recruiterin hatte von Anfang etwas gegen mich und meine Bewerbung.“

Bei der Erklärung von Misserfolgen stärkt dich ein anderes Attributierungsmuster: Internal-variabel. Denn damit hast du es in der Hand den Misserfolg beim nächsten Mal in einen Erfolg zu verwandeln. Es ist veränderbar. Du kannst es selbst verändern und damit kontrollieren. Beim nächsten Mal hast du bereits mehr Erfahrung: Du könntest dein Bewerbungsschreiben verändern und dich für den Test und das Gespräch gezielt vorbereiten.

Eine besonders giftige Mixtur ist, die Erfolge dem Glück zuzuschreiben und die Misserfolge der eigenen Person.

Wenn wir jedoch den Schwerpunkt genau umdrehen, lässt uns das schneller wachsen und vorankommen, weil dadurch unser Selbstvertrauen gestärkt wird.

Als Führungskraft, Elternteil oder wohlmeinende Freundin achte daher darauf, wie du in Zukunft „Re-Attribuierst“, also wie du die Leistung anderer beurteilst und kommentierst.

Die Genderforschung zeigt, dass Mädchen in der Regel von Lehrenden als motiviert und diszipliniert wahrgenommen werden. Das verleitet dazu, unzureichende Leistungen in der Schule mit einem Mangel an Begabung und intellektuellen Fähigkeiten zu interpretieren, also der Person an sich zuzuschreiben und es als unveränderbar hinzunehmen. Hingegen werden Jungs hauptsächlich für ihr Verhalten getadelt und schlechte Leistungen werden auf unzureichende Motivation und Anstrengungen zurückgeführt. Man traut ihnen aber durchaus zu, ihre Leistung verbessern zu können, wenn sie nur wollten.

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Die wichtigsten Boost-Ideen zu größerem beruflichen Selbstvertrauen in diesem Text:
• Selbstvertrauen kannst du auch im Erwachsenenalter lernen.
• Wenn du über deine Erfolge und Misserfolge nachdenkst, achte darauf, wie du dir diese erklärst. Welchen Anteil daran hast du selbst? Welcher Einfluss liegt im Außen? Freue dich über deine Erfolge und nimm wahr, was du dafür getan hast.


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Quellen:
Fritz Heider legte 1958 mit seinem Hauptwerk „The psychology of interpersonal relations“ die Grundlage aller Attributionstheorien, indem er als Erster zwischen internen und externen Attributionen unterschied. Martin Seligmann, Bernard Weiner, Heinz Hekhausen und viele andere haben diese Grundtheoie weiterentwickelt und abgewandelt.
BMUKK (2010): Erziehung von Gleichstellung von Frauen und Männern. Wien. Vergleiche auch Vierbucher, Marie-Christine (2019): Feedback in der Unterrichtspraxis.


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